Kommunikation entscheidet im Gelände oft darüber, ob eine Offroad-Tour entspannt verläuft oder unnötig stressig wird. Gerade bei Kolonnenfahrten, engen Passagen oder schwierigen Situationen abseits befestigter Straßen ist eine zuverlässige Funkverbindung unverzichtbar. Trotzdem wird das Thema Funk im Offroad-Bereich häufig unterschätzt oder falsch angegangen.
Viele Overlander greifen zunächst zu PMR-Funkgeräten, weil sie günstig, kompakt und unkompliziert erscheinen. Spätestens auf der ersten richtigen Geländetour zeigt sich jedoch schnell, dass diese Lösung nicht ausreicht.

In diesem Artikel zeige ich dir aus der Praxis, warum ein CB-Funkgerät im Geländewagen die deutlich bessere Wahl ist, worauf es bei Antenne, Montage und Einstellungen ankommt und welches Setup sich im Offroad-Alltag bewährt hat.
PMR-Funkgeräte haben durchaus ihre Berechtigung, zum Beispiel beim Einweisen außerhalb des Fahrzeugs oder für kurze Distanzen auf freiem Gelände. Im Offroad-Alltag stoßen sie jedoch sehr schnell an physikalische und technische Grenzen.

Die geringe Sendeleistung, fest verbaute Antennen und die Abschirmung durch die Fahrzeugkarosserie sorgen dafür, dass die Reichweite stark eingeschränkt ist. Gerade im Wald, in Schluchten oder bei hügeligem Gelände bricht die Verbindung häufig ab.
Hinzu kommt ein praktisches Problem: Handfunkgeräte liegen oft ungenutzt im Fahrzeug, der Akku ist leer oder das Gerät gerade nicht griffbereit. In kritischen Situationen ist das mehr als ungünstig.

Ein fest verbautes CB-Funkgerät mit externer Antenne löst all diese Probleme auf einmal. Die Reichweite ist deutlich größer, das Signal stabiler und die Kommunikation in der Kolonne zuverlässig. CB-Funk ist lizenzfrei nutzbar, seit Jahrzehnten etabliert und speziell für die mobile Kommunikation zwischen Fahrzeugen ausgelegt – genau das, was man beim Offroad-Fahren braucht.
Für den Offroad-Einsatz muss ein Funkgerät vor allem eines sein: zuverlässig und einfach zu bedienen. Komplizierte Menüs oder unnötige Zusatzfunktionen helfen im Gelände niemandem weiter.

Ein Gerät, das sich bei mir in der Praxis bewährt hat, ist das PNI Escort HP 6500. Es ist kompakt, robust und bietet genau die Funktionen, die man im Gelände wirklich nutzt. Besonders praktisch sind der automatische Squelch (ASQ) und der einstellbare RF-Gain, mit denen sich das Gerät gut an unterschiedliche Umgebungen anpassen lässt.
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Für Einsteiger ist dieses Funkgerät ebenso geeignet wie für erfahrene Offroader, die einfach ein solides Arbeitsgerät suchen, das zuverlässig funktioniert.
Beim Thema Funk wird häufig viel über das Gerät selbst gesprochen, dabei entscheidet in der Praxis vor allem die Antenne über Reichweite und Verständlichkeit. Eine schlechte Antenne macht auch das beste Funkgerät wirkungslos.
Grundsätzlich gilt: Die Antenne muss außen am Fahrzeug montiert sein und möglichst frei abstrahlen können. Je höher sie sitzt, desto besser ist in der Regel die Funkverbindung.
Viele Offroader greifen zunächst zu einer Magnetfußantenne, weil sie schnell montiert ist und kein Bohren erfordert. Für gelegentliche Touren oder Leasingfahrzeuge ist das eine durchaus sinnvolle Lösung. Wichtig ist jedoch, den Lack zu schützen – eine transparente Schutzfolie unter dem Magnetfuß verhindert Kratzer zuverlässig.

Wer regelmäßig im Gelände unterwegs ist, sollte über eine feste Antennenmontage nachdenken. Edelstahl-Befestigungswinkel, die am Kotflügel, an Karosseriekanten oder am Dachträger montiert werden, sind deutlich stabiler und vibrationsfester.
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Auch bei der Antennenlänge gibt es klare Unterschiede. Längere Antennen bieten ein besseres Abstrahlverhalten und damit mehr Reichweite. In Europa, insbesondere in bewaldeten Gebieten und engen Trails, hat sich für mich eine Antenne mit etwa einem Meter Länge bewährt. Sie bietet einen guten Kompromiss aus Reichweite und Alltagstauglichkeit.
In offenen Landschaften, etwa bei Wüstentouren in Nordafrika, kann eine zwei Meter lange Antenne ihre Vorteile voll ausspielen. Hier sind kaum Hindernisse vorhanden, und die zusätzliche Länge sorgt für deutlich bessere Funkverbindungen über große Distanzen.

Die beste Position ist in der Regel das Fahrzeugdach. Dort hat die Antenne die beste Rundumabstrahlung. Wer häufig in dichtem Bewuchs unterwegs ist, montiert die Antenne lieber etwas tiefer, etwa auf der Motorhaube oder am Kotflügel, um Ärger mit Ästen zu vermeiden.
Ein Thema, das oft ignoriert wird, aber extrem wichtig ist, ist die Stehwelle, auch SWR genannt. Sie beschreibt, wie gut Funkgerät und Antenne aufeinander abgestimmt sind. Ist die Stehwelle zu hoch, wird ein Teil der Sendeleistung nicht abgestrahlt, sondern ins Gerät zurückreflektiert. Das kostet Reichweite und kann im schlimmsten Fall die Endstufe des Funkgeräts beschädigen.
Wer Funkgerät und Antenne nicht als abgestimmtes Set kauft, sollte unbedingt messen und einstellen.
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Ein SWR-Wert unter 1,5 ist ideal, alles über 2 sollte dringend korrigiert werden.

Im Gelände fliegt nichts so zuverlässig durchs Cockpit wie ein lose hängendes Funkmikrofon. Das ist nicht nur nervig, sondern kann auch gefährlich werden. Eine einfache, aber sehr effektive Lösung sind ausziehbare Schlüsselbänder mit Stahlseil.
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Am Innenspiegel oder an der Sonnenblende befestigt, bleibt das Mikrofon immer griffbereit und zieht sich nach dem Funken automatisch wieder zurück. Ein kleines Detail, das den Alltag im Fahrzeug spürbar entspannter macht.
Viele Funkprobleme haben nichts mit dem Gerät oder der Antenne zu tun, sondern mit falschen Einstellungen. Zwei Regler solltest du unbedingt verstehen.

Der automatische Squelch (ASQ) unterdrückt Rauschen, wenn kein Signal anliegt. Ist er zu hoch eingestellt, verschwinden schwache Funksignale. Der RF-Gain regelt die Empfangsempfindlichkeit. Steht er zu weit offen, hörst du plötzlich Gespräche von weit entfernten Stationen, die dich im Gelände nur stören.
Die richtige Einstellung ist immer ein Kompromiss aus Reichweite und Ruhe – und hängt stark von Gelände und Gruppengröße ab.
PMR-Funkgeräte haben ihren Platz, etwa beim Einweisen oder für kurze Distanzen außerhalb des Fahrzeugs. Als Hauptkommunikationsmittel im Gelände sind sie jedoch ungeeignet. Wer regelmäßig Offroad fährt, kommt an einem CB-Funkgerät mit externer Antenne nicht vorbei.
Ein Funkgerät darf niemals ohne angeschlossene Antenne betrieben werden. Wer ohne Antenne sendet, riskiert einen sofortigen Defekt der Endstufe. Die Reihenfolge ist immer klar: Antenne anschließen, Gerät einschalten, dann erst senden.
CB-Funk gehört für mich zur Grundausstattung eines Geländewagens – genauso wie vernünftige Reifen oder Bergeequipment. Egal ob im Land Cruiser, Defender, VW Bus oder einem anderen Offroad-Fahrzeug: Ein sauberes Funk-Setup sorgt für bessere Abstimmung, mehr Sicherheit und entspanntere Touren.
Wenn du Fragen zu deinem Funk-Setup hast oder Unterstützung bei der Auswahl brauchst, melde dich gerne.
Dein Alan
Overland Experience




