
Bei den Westalpen denken viele zunächst an kurvige Passstraßen und idyllische Bergdörfer. Für Offroad-Enthusiasten bietet die Region jedoch ein weit verzweigtes Netz aus historischen Militärstraßen, einsamen Schotterpisten und spektakulären Hochgebirgspanoramen. Unsere neue Tour „Westalpen Provence“ führt bewusst auf abgelegene Pfade, die man nur mit einem echten Allrad-Fahrzeug sicher bewältigt.

Unsere Westalpen-Offroadtour begann mit einer kleinen Gruppe – mehrere Suzuki Jimny und ein Land Rover Defender. Der Startpunkt führte uns über den Gotthardpass und die historische Tremola. Die alte Kopfsteinpflasterstraße schlängelt sich in engen Serpentinen durch die Berglandschaft und markiert den Übergang in den Süden der Schweiz Richtung Norditalien.
Schon kurz nach der Grenze forderten heftige Regenfälle Mensch und Maschine. Während die leichten Jimnys souverän blieben, brachte der schlammige Untergrund selbst den Defender zeitweise an seine Grenzen. In solchen Momenten ist die richtige Wahl der Ausrüstung entscheidend, um den nötigen Grip auf tiefem Boden zu behalten – mehr dazu erfährst du in unserem Ratgeber AT vs. MT: Welcher Reifen passt zu deinem Abenteuer.

Ein fester Bestandteil unserer Route war ein abgelegener Gipfel oberhalb des Lago Maggiore. Am nächsten Morgen führten uns schmale Schotterpisten durch dichte Birkenwälder. Solche Trails erfordern nicht nur ein gutes Auge für die Spurwahl, sondern auch technisches Verständnis.

Wer sein Fahrzeug besser beherrschen möchte oder eine professionelle Vorbereitung sucht, findet bei unseren Offroad-Trainings und Reisen das passende Angebot.

Am nächsten Morgen ging es weiter durch dichte Birkenwälder und auf eine Hochebene, die uns die Weite des Lago Maggiore in all ihrer Pracht offenbarte.
Richtung Turin wartete ein technisches Highlight: Ein abgelegenes Gebiet nahe des Flusses Po. Durch die starken Regenfälle waren die Wasserstände deutlich höher als üblich. Mehrere Wasserdurchfahrten verlangten eine sorgfältige Linienwahl und exakte Absprache im Team.

Damit die Koordination zwischen den Fahrzeugen auch in schwierigem Gelände reibungslos funktioniert, setzen wir auf klare Strukturen im Funkverkehr. Das spart Zeit und erhöht die Sicherheit für alle Teilnehmer erheblich.
Der Hauptarm des Flusses war nicht passierbar, also wichen wir auf die Seitenarme aus – eine Erfahrung, die uns immer wieder daran erinnert, wie unberechenbar die Natur sein kann.

Die nächste Etappe führte uns zum Col del Colombardo und schließlich zum absoluten Highlight: dem Monte Jafferau. Die Auffahrt durch die legendäre, unbeleuchtete Galeria Saraceni ist ein Erlebnis für sich. Oben angekommen, wird man mit einem Panorama belohnt, das weit über die Alpenketten hinausreicht.
Gerade in diesen sensiblen Regionen ist es wichtig, dass wir uns an die Regeln halten. In unserem Beitrag Offroad fahren in Frankreich: Was ist erlaubt? erklären wir, was rechtlich möglich ist und wie man sich verantwortungsvoll verhält.

Gerade in diesen sensiblen Regionen ist es wichtig, dass wir uns an die Regeln halten. In unserem Beitrag Offroad fahren in Frankreich: Was ist erlaubt? erklären wir, was rechtlich möglich ist und wie man sich verantwortungsvoll verhält.

Nach intensiven Fahrtagen suchten wir uns einen ruhigen Übernachtungsplatz in den Bergen. Den Tag am Lagerfeuer ausklingen zu lassen, definiert für uns das echte Overlanding-Gefühl. Damit das Campen in der Natur für alle Beteiligten positiv bleibt und wir die Regionen nachhaltig schützen, folgen wir unserem Overland Experience Codex.

Zum Abschluss führte uns die Route Richtung Verdonschlucht. Statt der bekannten Asphalt-Aussichtspunkte nutzten wir alte Militärpisten, die uns tief in die wilde Landschaft Südfrankreichs führten. Steinige Trails machten diesen Abschnitt zu einem würdigen Finale.







