
Beim Overlanding geht es nicht nur um große Entscheidungen wie Fahrzeugwahl, Untersetzung oder Reifen. In der Praxis sind es oft die kleinen, unscheinbaren Dinge, die im Camp den Unterschied machen. Dinge, die nicht spektakulär aussehen, aber im Alltag unglaublich hilfreich sind.
Über viele Wochen im Jahr bin ich auf Geländewagentouren, Offroad-Trainings und längeren Overlanding-Reisen unterwegs. Und mit der Zeit kristallisieren sich automatisch Lösungen heraus, die bleiben. Nicht, weil sie besonders teuer oder technisch komplex sind – sondern weil sie funktionieren.
Hier sind fünf Overlanding-Gadgets, die ich wirklich immer dabeihabe.

Licht im Camp ist weit mehr als reine Funktion. Es entscheidet darüber, ob ein Stellplatz kühl und improvisiert wirkt – oder gemütlich und einladend.
Früher hatte ich klassische Lichterketten mit AA-Batterien dabei. Das Problem war immer dasselbe: leere Batterien, unnötiges Gewicht und Kabelsalat beim Verstauen. Heute nutze ich kompakte USB-Lichterketten, die sich einfach über eine Powerbank oder die Bordelektrik laden lassen. Viele Modelle sind erstaunlich robust, oft mit kleinen Magneten ausgestattet und lassen sich flexibel am Fahrzeug, an der Markise oder im Innenraum befestigen.
Gerade im Herbst oder bei kühleren Abenden bringt so eine einfache Lichtquelle sofort Struktur und Atmosphäre ins Camp. Und sie wiegt fast nichts.
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Windenseile sind Verschleißteile. Sie müssen regelmäßig kontrolliert und irgendwann ersetzt werden. Mein altes Kunststoffseil habe ich allerdings nicht entsorgt – ich nutze es weiter.
Natürlich nicht mehr für sicherheitsrelevante Bergungen. Aber im Overlanding-Alltag ergeben sich ständig Situationen, in denen ein robustes Seil Gold wert ist. Brennholz aus dem Wald ziehen, Ausrüstung sichern, eine improvisierte Wäscheleine spannen oder etwas fixieren, das unterwegs klappert – dafür ist ein solches Seil perfekt geeignet.

Es kostet nichts extra, spart Platz und gehört für mich inzwischen selbstverständlich ins Fahrzeug.
Eine einfache Ringgummimatte wirkt auf den ersten Blick unspektakulär. In der Praxis ist sie jedoch erstaunlich vielseitig.
Beim Duschen im Camp möchte ich nicht im eigenen Wasser stehen. Durch die Lochstruktur kann Wasser problemlos ablaufen. Neben der Dachzeltleiter dient sie als saubere Trittfläche, bei Reparaturen als Unterlage unter dem Fahrzeug oder einfach als trockener Bereich zum Umziehen.
Sie ist günstig, nahezu unzerstörbar und schnell gereinigt. Für mich ist sie ein klassisches Beispiel dafür, dass gutes Overlanding-Zubehör nicht teuer sein muss.
Ringgummimatte: https://amzn.to/44hdM8C
Im Gelände ständig ein- und auszusteigen gehört dazu. Genau dabei passieren kleine Fehler – und ein verlorener Autoschlüssel kann eine Tour schnell beenden.
Deshalb nutze ich ausziehbare Schlüssel-Rückholbänder. Das Mikrofon meines CB-Funks hängt an so einem Band an der Sonnenblende. Ich ziehe es herunter, funke – und es verschwindet automatisch wieder an seinen Platz. Auch Camp- oder Fahrzeugschlüssel sichere ich auf diese Weise.

Es ist eine dieser simplen Lösungen, die man erst richtig schätzt, wenn man sie einmal gebraucht hat.
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Ordnung ist beim Overlanding kein Luxus, sondern Effizienz. Lose Werkzeuge, klapperndes Besteck oder durcheinandergeratene Ersatzteile kosten Zeit und Nerven.
Rolltaschen haben sich für mich als ideale Lösung erwiesen. Werkzeug, Besteck oder kleinere Ausrüstungsgegenstände bekommen einen festen Platz, lassen sich schnell ausrollen und genauso schnell wieder verstauen. Wenn sie leer sind, nehmen sie kaum Raum ein.
Gerade auf längeren Offroad-Reisen sorgt diese Struktur dafür, dass man nicht ständig suchen muss – und genau das spart im Alltag Energie.
Rolltasche: https://amzn.to/44jgzOt
Mein persönlicher Favorit ist allerdings kein gekauftes Gadget, sondern eine Eigenkonstruktion.

Ich wollte zusätzlichen Stauraum am Heck, ohne mehrere tausend Euro in ein fertiges System zu investieren. Also habe ich mir aus 9 mm Schichtholz eine einfache Konstruktion gebaut, angepasst an den Reifendurchmesser, lackiert und mit Zurrösen versehen. Das gesamte System wiegt unter fünf Kilogramm.
Damit kann ich spontan Brennholz, nasse Ausrüstung oder Sandbleche außen transportieren, ohne den Innenraum zu belasten. Natürlich achte ich darauf, nicht unnötig viel Gewicht hinter der Hinterachse zu platzieren – der Schwerpunkt bleibt ein Sicherheitsfaktor. Aber als flexible Lösung ist dieser selbstgebaute Träger für mich ideal.
Overlanding bedeutet für mich nicht, möglichst viele Gadgets zu besitzen. Es bedeutet, die richtigen Dinge dabei zu haben.
Viele dieser Ausrüstungsgegenstände kosten wenig, bringen aber enorme Alltagstauglichkeit ins Camp- und Offroad-Leben. Sie sorgen für Struktur, Sicherheit und Komfort – ohne Show-Effekt, aber mit echtem Mehrwert.
Und genau das macht am Ende den Unterschied.

Welche Overlanding-Gadgets hast du immer dabei?
Und was hat dein Offroad-Alltag wirklich einfacher gemacht?




